Manchmal ist es jedoch schwer, etwas zu verstehen, zu akzeptieren und lernen damit umzugehen oder etwas zu verändern und oder anzupassen.
Ob beruflich, in unseren Beziehungen, Herzensangelegenheiten, ist es für uns Menschen ganz normal das Gefühl zu haben das wir manchmal feststecken, nicht weiterkommen, sich nicht verstanden zu fühlen, oder uns im Kreis zu drehen. Vielleicht wissen wir sogar was wir verändern möchten - doch es gelingt uns einfach nicht.
In solchen Momenten kann Unterstützung von aussen helfen. Nicht nur in Form von theoretischen Ratschlägen oder Methoden aus Büchern – sondern durch praktische Orientierung, durch Menschen, die aus eigener Erfahrung wissen, wie man wieder zurück in die Kraft kommt und Ziele erreicht.
Begriffe wie Mobbing, Gewalt, Missbrauch, Ausgrenzung, sowie psychischer und körperlicher Schmerz sind für mich keine Fremdwörter.
Bei der Arbeit mit Ihnen, gibt es kein geschriebenes Konzept und keine vorgefertigten Theorien. Alles entsteht im hier und jetzt.
Jeder Mensch ist sein eigen und dadurch sehr individuell unterwegs.
Durch einen zu spät (mit 23 Jahren) entdeckten Chromosomen-Fehler xxy, kam ich erst mit 28 Jahren in die Pubertät. Mein Körper stellte selbst viel zu wenig eigenes Testosteron her; in Zahlen 17 anstatt mindestens 52%. Testosteron ist zuständig für den Muskelaufbau, Stimmbruch, Knochendichte, steuert die männlichen Geschlechtsmerkmale sowie die Libido und ist essenziell für den Antrieb und das allgemeine Wohlbefinden zuständig.
Dadurch erlebte ich ab dem 12. Lebensjahr einen langsamen körperlichen Zerfall: unzählige Arzttermine, Notfälle, falsche Diagnosen von Spezialisten und schädliche Therapien prägten diese Zeit. Es entstanden grosse Komplikationen (wie Organprobleme, Krebs und lebenslange Folgeschäden. Zuerst hiess es, es seien Wachstumsstörungen und wenn die Schulmedizin dann gar nicht mehr weiter weiss, muss dann halt noch die Psyche hinhalten. Daher dachte mein Vater man müsse mich nur mit harter Hand, viel Arbeit und Schlägen erziehen so käme dann alles besser.
Kurz nach der Schreinerausbildung folgte ein kompletter körperlicher Einbruch: Fast zwei Jahre war ich bettlägerig. Gegen jegliche Prognosen der Ärzte: «für immer Invalid» und «ein früher Tod» (war körperlich total abgemagert und unterentwickelt), kämpfte ich mich über 18 Jahre zurück in das Leben. In dieser langen Zeit verbrachte ich bis zu 17 Stunden mit extremen Schmerzen im Bett.
Ich entwickelte ganz eigene Therapieformen, stärkte täglich meine Psyche (ohne Psychopharmaka) und das Wichtigste, ich war immer weniger bei den Ärzten. Mein eigener Weg zu gehen kam nicht immer gut an. Ohne diese Entscheidung wäre ich heute nicht mehr da.
Mein Motto: weniger ist mehr. Der Geist bleibt klar. Der Körper wird nicht überfordert, sondern geliebt und respektiert.
Durch die eigenen Erfahrungen mit Ärzten, Therapeuten, Behörden lernte ich sehr viel über die Denkweisen und das Schema X dazu.
Heute arbeite ich mit wenigen Ärzten zusammen, bei denen die Menschlichkeit an erster Stelle steht. Wir behandeln Hand in Hand und sind lösungsorientiert unterwegs. Das wichtigste Ziel: Nicht nur Symptome sondern Ursachen behandeln.